Vom Fundament bis zur Rotorinstallation
RES Deutschland und Vestas bauen in Gomadingen einen Windpark mit fünf Vestas V162, die insgesamt um die 30 MW Leistung erbringen. Die Nabenhöhe ist 169 Meter, der Rotordurchmesser 162 Meter.
Ich habe die Bilder im Auftrag von RES Deutschland gemacht, deswegen gilt für alle Bilder (c) Markus Völter / RES Deuschland. Freundlicherweise darf ich einige hier zeigen.
Turmbau
Nachdem im Mai/Juni die Fundamente betoniert wurden, sind in den letzten paar Wochen die Betontürme "gebögelt" worden. Dazu hat sich Sommer aus Bremen gleich mit zwei LTM 1750 in den bundesrepublikanischen Süden gewagt.
Die Bilder sind zu zwei verschiedenen Terminen entstanden, was man an der unterschiedlichen Intensität der Herbstfarben gut erkennen kann. Dadurch dass zwei Krane im Einsatz waren, gab's pro Besuch jeweils zwei Motive bzw. Kran- und Turmzustände. Fotografisch gefällt mir das orange des Kran und der herbstbunte Wald ganz hervorragend :-)
Video: Turmbau in Gomadingen
Blatttransporte zum Umladeplatz in Münsingen
Die Großkomponeten — Turmsegmente, Rotorblätter, Getriebe, etc. — wurden von Schwandner geliefert. Eine "Lieferung" mit drei Rotorblättern und einem Getriebe hat an der Behelfsausfahrt Hohenstadt auf der Alb eine Zwangspause eingelegt, weil die Landstrassen zu glatt waren. Da habe ich die LKW früh morgens erwischt. Es handelte sich um drei Volvo FH16 mit 750 PS, mit Schwerlastturm von Popp Fahrzeugbau. Zum Transport der 81 m langen Rotorblätter an sich kamen Fahrzeuge von Goldhofer zum Einsatz. Der 10-achsige Tieflader für das Getriebe war ein Modell von Broshuis.
Blattanlieferung in Münsingen
Auch beim Abladen der Blätter in Münsingen habe ich ein bisschen fotografiert. Dort stehen zwei Grove-Krane von Bott die die Blätter vom LKW abladen.
Blatttransporte via SPMT in den Windpark
Die Strecke nach Gomadingen ist auf den letzten paar Kilometern nicht mehr für die Blattttransporter geeignet. Deswegen werden sie auf einen SPMT umgeladen. Das findet beim Getreidespeicher in Münsingen statt, auf einer komfortablen betonierten Fläche auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne. Die beiden Groves von Bott sind auch dafür zuständig, die Blätter auf den SPMT zu installieren.
Auch der SPMT-Transport wird von Schwandner durchgeführt. Bei der Grundmaschine handelt es sich um ein 12-achsige Goldhofer PSTSLE; als Powerpack ist ein Deutz V6 530PS verbaut. Darauf instaliert ist eine Flügeltransport-Vorrichtung FTV 550+ mit Adapter für Rotorblätter bis zu 85m Länge und 3,65m Durchmesser. Gefahren wird das Gefährt von Manuel Deistler und seinem Kollegen Ralph.
Hier sind Bilder von mehreren Transporten, zusammengestückelt, vom Umladeplatz in Münsingen bis in den Windpark in Gomadingen.
Anlieferung zur WEA 1
Zur Anlage 1 geht es ziemlich den Berg hoch. Und es ist Winter. Da ist es nass, matschig, verschneit oder vereist. Der eine oder andere — die meisten! — LKW taten sich da schwer. Deswegen kam ein MAN KAT I A1.1 von CCBäuml als Zughilfe zum Einsatz. Zusätzliche 400 PS auf 8 angetriebenen, großen Rädern waren dann ausreichend. Die folgenden Bilder zeigen den KAT bei der Arbeit. Das Getriebe für die Anlage 1 kam an einem verschneiten Vormittag im Windpark an. Trotz seiner 750 PS schaffte der Volvo FH16 von Schwandner die Steigung nicht aus eigener Kraft. Gleiches gilt für den 640 PS starken MAN TGX von Felbermayr der den Oberwagen für die LR 1800 anlieferte. Ein paar Tage später kamen Turmsegmente, auch wieder mit Schwandner's FH16. Und schlussendlich brauchten auch diverse Ballast-LKW Unterstützung. Zusätzliche Bilder vom KAT alleine gibt's in einer separaten Story.
Aufbau Felbermayr LR 1800
Der Großkran zur Montage von Stahlturm, Maschinenhaus, Nabe und Rotorblättern wurde von Felbermayr gestellt: ein Liebherr LR 1800-1.0. Der Kran wurde einmal quer durch Deutschland von Iserlohn hergeschafft; mit Schwertransporten von Felbermayr für die großen, schweren Komponenten (der Oberwagen und ein Raupenfahrwerk haben beispielsweise um die 70 Tonnen); und mit 80 Sattelschleppern von diversen Speditionen für Gittersegmente und Ballast; für 400 Tonnen Ballast alleine braucht's um die 20 LKW.
Aufgebaut wurde die Raupe in X3AD2FBV bei 171 Meter Masthöhe und 12 Meter fester Spitze. Die Buchstabenkollone steht für drei Segemente des doppelt breiten Auslegers unten (X3), Adaptern (A), Derrickausleger (D), einer festen Spitzte (F) und Schwebeballast mit V-Frame (BV). Durch seine Verbreiterung bietet der X-Ausleger mehr horizontale Biegesteifigkeit und damit eine deutlich erhöhte Kapazität bei langen Auslegern. Die X-Komponenten kamen übrigens direkt vom Werk aus Ehingen und wurden hier das erste Mal von Felbermayr am LR 1800 eingesetzt. Details zu den Ausleger-Konfigurationen finden sich im Handbuch zum Kran. Fürs Aufrüsten waren um die 400 Tonnen Ballast geladen; für die eigentlichen Hübe wurde die große Ballastpalette abgestellt, und die kleine mit knapp 100 Tonnen blieb angebaut (wie wir bei den folgenen Hüben sehen werden).
Anflieferung Turmsegmente
Drei Stahlsegemente werden auf den Betonturm aufgesetzt. Geliefert wurden die von Schwandner; drei Volvo FH16 mit 750 PS und Schwerlastmodulen von Goldhofer mit Rohradapter. Um die 70 Tonnen haben die Röhren, nochmal knapp 70 Tonnen der Transporter. CCBaeuml's KAT hat geholfen, die Dinger zu WEA zu ziehen; Bilder dazu siehe oben.
Hub Turmsegmente
Montage Maschinenhaus
Blattmontage
























































































































































